Die deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) gab 2011 in einer Studie mit 140 Personalführungskräften bekannt, dass in den kommenden Jahren 5 Megatrends die Unternehmen und damit die Personalarbeit beeinflussen werden. Diese Megatrends sind:

  • Demografischer Wandel
  • Wertewandel
  • Digitalisierung und steigende Visualisierung der Arbeitswelt
  • Globalisierung
  • Verknappung der Ressourcen

Gemäß dieser Studie werden die Megatrends Demografischer Wandel und Wertewandel die Personalarbeit am meisten Einfluss nehmen.

Der demografische Wandel zeichnet sich durch die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung ab. Seit Jahren verzeichnen westliche Industrienationen Geburtenrückgänge und damit ist eine Überalterung der Bevölkerung verbunden. Für die Personalarbeit bedeutet dies, dass Lehrlinge und Arbeitssuchende adäquat zurückgehen werden. Die Unternehmen werden um ihre Fachkräfte zukünftig mehr denn je werben müssen. Unternehmen suchen sich gut ausgebildete Arbeitskräfte aus, die für sie attraktiv erscheinen. Großartige Werbung und Website zu haben reicht nicht mehr, um potenzielle Mitarbeiter anzuziehen. Die Attraktivität eines Unternehmens muss auch von den bestehenden Mitarbeitern bestätigt werden. Employer Branding, die Stärkung der Attraktivität der Arbeitgebermarke, wird dahin gehend eine der Herausforderungen sein.

Unter dem Begriff Wertewandel versteht sich nachfolgende:

  • die Veränderungen der Werte der Generationen (Babyboomer, Generation X, Generation Y, Generation Z) [1]
  • die Öffnung für andere Kulturen aufgrund der Öffnung der Grenzen und internationaler Geschäftstätigkeiten
  • die zunehmende Bedeutung eines nachhaltigen Managements

Der Generation der Babybommer attestiert man, dass sie sehr fleißig und ihnen Hierarchien und Prestige wichtig sind. Die nachfolgende Generation X entdeckt wiederum, dass sie anpassungsfähig sein muss und Leistung für das Weiterkommen zählt. Auf persönliche Entwicklung und Weiterbildung legt diese selbstbewusste Generation Wert. Gegenwärtig liest man viel über die Generation Y. Diese Generation wird auch als „Generation Warum“ bezeichnet. Damit ist gemeint, dass diese Generation nicht mehr einfach nur tut, was man ihr sagt, sondern auch den Sinn einer Aufgabe verstehen will. Diese Generation setzt weniger auf Statussymbole, dafür arbeitet sie selbstständig und schätzt Feedback. Ein angenehmes Arbeitsklima und eine ausgewogene Work-Life-Balance werden bevorzugt. Auch sagt man von dieser Generation, dass sie nicht dieselbe enge Bindung zum Arbeitgeber eingeht als die Generation vor ihr. Für HR bedeutet dies die unterschiedlichen Erwartungen und Kommunikationsbedürfnisse und ein neues Verhältnis von Loyalität und Bedeutung von Freiheit zu hinterfragen und darauf im eigenen Betrieb Antworten zu finden.

[1] Als Babyboomer bezeichnet man die Gesamtheit der gesellschaftlichen Generation, die zu den Zeiten steigender Geburtenraten (dem „Babyboom“) nach dem Zweiten Weltkrieg oder anderen Kriegen in den vom Krieg betroffenen Staaten geboren wurden. Die Bezeichnung Generation X bezieht sich auf die Generation, die von den mittleren 1960er bis in die frühen 1980er Jahre geboren wurde. Die gängigste Definition umfasst die Jahrgänge 1965 bis 1980. Generation Y oder Millennials (zu Deutsch etwa „Jahrtausender“), bezeichnet die Bevölkerungskohorte bzw. Generation, die im Zeitraum der frühen 1980er bis zu den späten 1990er Jahren geboren wurde. Als Generation Z werden überwiegend diejenigen zugerechnet, die 1997 bis 2012 zur Welt gekommen sind (Quelle: Wikipedia).

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